Containertransport | Vom Hafen in den Handel

Wie kommt der Teddy nach Amerika?

Es ist eines der bekanntesten deutschen Traditionsunternehmen – die Firma Steiff im Städtchen Giengen an der Brenz in Baden-Württembergs. Hier entstehen die bekannten Plüschtiere mit dem metallenen Knopf im Ohr. Steiff-Teddys sind Kult. 1,4 Millionen Stofftiere werden jedes Jahr am Stammsitz zumeist per Hand gefertigt – nicht allein für deutsche Kinderzimmer. In Japan, USA, Taiwan, England und vielen anderen Staaten freuen sich Kinder über die Bären. Die Reise der Teddys in die Spielwarengeschäfte in aller Welt dauert bis zu drei Monate. Da Giengen keinen eigenen Hafen hat und gut 700 Kilometer von der Küste entfernt liegt, müssen die Teddys zuerst nach Hamburg gelangen, von wo sie in mehr als 50 Länder verschifft werden.

 

Dieser Landtransport wird im Fachjargon Hinterlandverkehr genannt. Und das natürliche Hinterland des Hamburger Hafens ist riesig. Es umfasst nicht nur Deutschland, sondern reicht von Skandinavien über Osteuropa bis hin zur gesamten Alpenregion. Ob Bayern oder Budapest, Kopenhagen oder Köln, Sachsen oder Sankt Petersburg – alle transportieren sie ihre Container über den Hamburger Hafen.

 

Rund 70 Prozent der Container, die in Hamburg umgeschlagen werden, gehen in oder kommen aus Regionen, die weiter als 150 Kilometer vom Hafen entfernt liegen. Die restlichen 30 Prozent, die sogenannte Loco-Quote, bleiben in Hamburg und der erweiterten Metropolregion. Der Hamburger Hafen ist also nicht nur für die Hansestadt und den Standort Deutschland ein wichtiger Umschlagplatz, sondern auch Haupthafen für Länder wie Österreich, Ungarn, Polen und Finnland.

 

Es gibt vier unterschiedliche Möglichkeiten, die Container im Hinterlandverkehr zu transportieren:

Feederschiff

Das sind kleinere Containerschiffe, die von Hamburg beispielsweise die Ostseeregion oder Großbritannien ansteuern. Die dortigen Häfen werden nicht oder nur selten von den großen Containerschiffen direkt angelaufen, weil sie entweder nicht über die entsprechenden Umschlagvolumen verfügen oder solche großen Schiffe nicht abfertigen können.

Eisenbahn

Einer der großen Vorteile des Hamburger Hafens sind seine Bahnverbindungen ins deutsche und europäische Hinterland. Sage und schreibe 2.000 Bahnverbindung werden jede Woche angeboten. Damit ist Hamburg der größte Eisenbahnhafen Europas. Kein anderer Hafen bietet so viele Güterzug-Verbindungen an.

 

Lkw

Gerade im Nahbereich und in der Metropolregion Hamburg ist der Lkw das wichtigste Verkehrsmittel für den Transport von Containern. Er übernimmt die Feinverteilung bis zum Empfänger beziehungsweise holt die Ware, die über Hamburg verschifft wird, beim Hersteller ab.

Binnenschiff

Der Hamburger Hafen ist über die Elbe und seine Seitenkanäle sehr gut an das europäische Binnenwasserstraßennetz angeschlossen. Rund 10.000 Binnenschiffe machen jährlich im Hamburger Hafen fest und schlagen etwa 12 Millionen Tonnen Ladung um. Auf der Elbe geht es in Richtung Sachsen und Tschechien. Über den Elbe-Seiten- und Mittellandkanal werden die niedersächsischen Häfen sowie das Ruhrgebiet angeschlossen. Und auch nach Berlin finden regelmäßig Transporte auf den Wasserstraßen statt.

Modal Split im Containerverkehr

Wöchentliche Containerzugverbindungen Deutschland

Wöchentliche Containerzugverbindungen Europa (inkl. China)

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