Containerterminals | Die Stapelkünstler

Hightech Made in Hamburg

Hier schlägt das Herz des Hamburger Hafens: Die Terminals und Kaibetriebe sind die Schnittstelle zwischen See und Land. Fast 9.000 Schiffe werden jedes Jahr in Hamburg beladen und gelöscht – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Und die hochtechnisierten Containerterminals sind ohne Frage die Wachstumstreiber unter den Umschlaganlagen. Sie sichern die überragende Bedeutung des Hamburger Hafens als globale Logistikdrehscheibe.

 

Technische Innovationen und automatisierte Arbeitsabläufe sorgen für eine hohe Produktivität und kurze Liegezeiten. Lag die Ladungsmenge beim Umschlag eines Frachtschiffes an einem Hamburger Stückgutschuppen vor dem Zweiten Weltkrieg noch bei etwa 900 Tonnen Ladung in 24 Stunden, sind es heute an einem Containerterminal etwa 32.000 Tonnen. Da verwundert es nicht, dass mittlerweile 98 Prozent der Stückgüter – von der Jeans über Konserven bis hin zum Tablet – Hamburg im Container erreichen oder verlassen.

 

Hamburg ist Megaship-ready

Heute verfügt der Hamburger Hafen über vier moderne Containerterminals. Außerdem gibt es sogenannte Universalterminals, die sowohl Container als auch konventionelle Stückgüter und Fahrzeuge umschlagen können. Als erste Umschlaganlage wurde 1967 der Burchardkai zum Containerterminal ausgebaut. Die erste Containerbrücke konnte damals 12 bis 18 Container in der Stunde umschlagen, die modernen Containerbrücken von heute schaffen unter Umständen mehr als doppelt so viel. Sie können mit einem Hub zwei 40-Fuß-Container oder vier 20-Fuß-Container mit zusammen 110 Tonnen bewegen, das entspricht dem Gewicht von 70 Mittelklassewagen. 30 dieser Giganten stehen allein am HHLA Container Terminal Burchardkai, die Hälfte davon sind sogenannte Megaship-Brücken. Mit ihnen können die größten Containerschiffe der Welt be- und entladen werden. Ihre 74 Meter langen Ausleger überspannen Containerschiffe mit einer Breite von fast 60 Metern und bis zu 24 Containerreihen nebeneinander.

Neue Containerbrücken für den Burchardkai, Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch

Autonomes Fahren? Hier schon lange Realität

Der heimliche Star unter den Hamburger Containerterminals liegt in Altenwerder, zwischen Süderelbe und Autobahn A7. Hier entstand zur Jahrtausendwende ein automatisches Containerterminal, das damals wie heute wegweisend in Sachen technischer Innovationen ist und in dieser Form weltweit seinesgleichen sucht. Auf der Wasserseite laden und löschen halbautomatische Containerbrücken die Stahlkisten. An Land transportieren fahrerlose Fahrzeuge, sogenannte Automated Guided Vehicles (AGV), wie von Geisterhand die Container zwischen den Brücken und dem Containerlager. Autonomes Fahren ist hier keine Vision, sondern seit Jahren Realität. Eine hochentwickelte Software sucht anhand von mehr als 19.000 Transpondern in der Terminalfläche den kürzesten und effizientesten Weg. Die batteriebetriebenen AGV fahren sogar selbstständig zur Ladestation, um ihre Batterien zu füllen.

AGVs im Einsatz am CTA, Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch

Halbautomatische Containerbrücken, Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch

Die Hamburger Containerterminals

HHLA Container Terminal Tollerort

 

Schiffsgröße: 20.000 TEU+ / 400 m Länge+

Containerreihen per Schiff: 24

Tiefgang: 15,20 m

Kailänge: 1.205 m

(davon 1 Megaship-Liegeplatz)

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HHLA Container Terminal Burchardkai

 

Schiffsgröße: 20.000 TEU+ / 400 m Länge+

Containerreihen per Schiff: 24

Tiefgang: 15,30 m

Kailänge: 2.850 m

(davon 2 Megaship-Liegeplätze)

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EUROGATE Container Terminal

 

Schiffsgröße: 19.000 TEU+ / 400 m Länge+

Containerreihen per Schiff: 23

Tiefgang: 15,30 m

Kailänge: 2.080 m

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HHLA Container Terminal Altenwerder

 

Schiffsgröße: 14.000 TEU+ / 370 m Länge+

Containerreihen per Schiff: 23

Tiefgang: 15,20 m

Kailänge: 1.400 m

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Warum ist der Zutritt zu den Terminals nicht erlaubt?

Die Containerterminals im Hamburger Hafen sind sensible Hochsicherheitsbereiche. Zum einen stehen hier immense Warenwerte, die geschützt werden müssen. Zum anderen ist das Betreten gefährlich, denn hier ist schweres Gerät am Werk: Containerbrücken, Portalkräne, Van Carrier, fahrerlose Fahrzeuge und tausende Container bilden eine ganz eigene, fremde Welt. Wer sich nicht auskennt, kann schnell unter die Räder kommen. Deshalb ist es selbst für erfahrene Mitarbeiter nicht erlaubt, zu Fuß über das Terminalgelände zu schlendern. Der Transport erfolgt immer mit dem Fahrzeug beziehungsweise auf ausgezeichneten Wegen.

Trotzdem gibt es für Neugierige, die einmal eines der Hightech-Terminals im Hamburger Hafen besuchen möchten, die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen dieser faszinierenden Welt zu werfen.

Terminalbesichtigungen

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